ITW-Erklärung zu moderner Sklaverei
und Menschenhandel

Diese Erklärung bezieht sich auf unser Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018. Sie beschreibt die Aktivitäten von Illinois Tool Works Inc. und seiner konsolidierten Tochtergesellschaften (das „Unternehmen“, „ITW“, „wir“, „sein(e/r)“, „uns“ und „unser(e/r)“) zur Beseitigung von Sklaverei und Menschenhandel in seinen Unternehmungen und Lieferketten.

Überblick

ITW ist sich bewusst, dass unsere Wirkungskraft weit über unsere eigenen Mauern hinausreicht. Um unseren positiven Einfluss auf unsere Mitwelt zu maximieren, verpflichten wir uns, die Verantwortung über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu fördern, sowohl durch den Einfluss unserer Produkte als auch durch unser globales Lieferantennetzwerk.

Unser Unternehmen ist ein globaler Hersteller einer diversifizierten Palette von Industrieprodukten und -ausrüstungen mit 87 Geschäftsbereichen in 55 Ländern. Die Kultur von ITW ist einer der wichtigsten Motoren unserer Unternehmensstrategie und umfasst unsere Grundwerte: Integrität, Respekt, Vertrauen, geteiltes Risiko und Einfachheit. Unsere im gesamten Unternehmen kommunizierten Grundwerte verlangen bei allen Interaktionen mit allen Interessengruppen höchste ethische Standards.

Wir haben diese Erklärung auf einer gemeinsamen Grundlage erstellt, um sowohl dem California Transparency in Supply Chains Act als auch dem UK Modern Slavery Act für unser gesamtes Unternehmen gerecht zu werden, da unsere Grundwerte, die Darlegung der Verhaltensgrundsätze, der Lieferantenkodex, die Erwartungen an Lieferanten und die Erklärung zu Konfliktmineralien zusammengenommen den übergreifenden Compliance-Rahmen im Hinblick auf Sklaverei und Menschenhandel in unserem gesamten Unternehmen bilden. Allerdings unterliegen nicht alle Einheiten, die Teil des Unternehmens sind, dem California Transparency in Supply Chains Act oder dem UK Modern Slavery Act.

Wir glauben, dass die Risiken von Sklaverei und Menschenhandel in unseren eigenen Unternehmen angesichts der Art unserer Geschäfte und unserer Belegschaft, gepaart mit unseren internen Richtlinien und Verfahren, gering sind. Dort wo wir, wie im Folgenden näher erläutert, Risiken bei Lieferanten ermittelt haben, haben wir Verfahren eingeführt, um die Risiken der Sklaverei und des Menschenhandels in unseren Lieferketten für Produkte dieser Lieferanten zu minimieren.

Soweit dies praktikabel ist, streben wir langfristige Beziehungen zu lokalen Lieferanten an, um so eine verantwortungsbewusstere Beschaffung durchzuführen und das Risiko zu verringern, Produkte von einem nicht den ethischen Grundsätzen entsprechend handelnden Lieferanten zu beziehen.

Verhaltenskodex

Die ITW-Verhaltensgrundsätze schreiben die Einhaltung der Menschenrechtsbestimmungen auf der ganzen Welt vor, einschließlich Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die das Wohlergehen der Mitarbeiter schützen, sowie Gesetze zur Bekämpfung von Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit. Die ITW-Verhaltensgrundsätze gelten für alle unsere Mitarbeiter und für interne Geschäftstätigkeiten.

Darüber hinaus verfügt ITW über einen Lieferantenkodex, der unsere Lieferanten zu den gleichen Verhaltensstandards verpflichtet, die in unserer Darlegung der Verhaltensgrundsätze festgelegt sind. Er verbietet unseren Lieferanten ausdrücklich, Mitarbeiter einzustellen, die jünger als das Mindestalter sind, oder wissentlich Produkte von Lieferanten zu beziehen, die mit Menschenhandel in Verbindung stehen. Der Lieferantenkodex verpflichtet unsere Lieferanten auch, angemessene Anstrengungen zu unternehmen, um sicherzustellen, dass ihre Lieferanten unsere Richtlinien einhalten. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie den Lieferantenkodex einhalten, und wir tätigen wissentlich keine Geschäfte mit Lieferanten, die gegen Gesetze zum Schutz der Menschenrechte oder der menschlichen Gesundheit und Sicherheit verstoßen.

Wir haben auch die Erwartungen an Lieferanten veröffentlicht. Unsere Erwartungen an Lieferanten geben unter anderem an, dass wir von unseren Lieferanten erwarten, dass sie alle weltweit geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten, einschließlich derjenigen, die sich auf Menschenrechte und Gesetze zur Bekämpfung von Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit beziehen.

Schritte zur Minderung des Risikos von Sklaverei und Menschenhandel

Wir beteiligen uns an den nachfolgend beschriebenen Aktivitäten, um das Risiko von Sklaverei und Menschenhandel in unseren Lieferketten zu minimieren.

In Übereinstimmung mit unserer dezentralisierten operativen Struktur sind unsere einzelnen Unternehmen auf der Grundlage ihres jeweiligen Geschäfts- und Risikoprofils für die Überprüfung, Bewertung und Bewältigung der Risiken von Sklaverei und Menschenhandel in ihren Lieferketten verantwortlich. In Anbetracht der unterschiedlichen Risikoprofile unserer Unternehmen haben wir uns entschieden, in diesem Compliance-Bereich kein reglementierendes Vorgehen zu wählen, da wir der Ansicht sind, dass es effektiver ist, einzelnen Unternehmen einen durchdachten, maßgeschneiderten Ansatz zur Bekämpfung der Risiken von Sklaverei und Menschenhandel zu ermöglichen, als reglementierendes Vorgehen zu wählen. Von unseren Unternehmen wird erwartet, dass sie ihre Tätigkeiten in Übereinstimmung mit unseren Grundwerten, den ITW-Verhaltensgrundsätzen, dem Lieferantenkodex, unseren Erwartungen an Lieferanten und anderen ITW-Richtlinien und -Erwartungen ausüben. Wie im Folgenden unter „Interne Rechenschaftspflicht und Schulung“ beschrieben, haben wir im Jahr 2018 zusätzlich zu unserem Personal im globalen Beschaffungswesen eine erweiterte Gruppe von Mitarbeitern aufgefordert, sich einer modernen und verbesserten Schulung hinsichtlich der Sklaverei zu unterziehen, um das Risiko der Sklaverei in unserer Lieferkette zu minimieren. Wir planen, diese Schulungen zukünftig in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Lieferanten- und Risikobewertungen; Überprüfung der Lieferkette. Unsere Unternehmen bewerten potenzielle Lieferanten bei der Auswahl der Lieferanten und danach regelmäßig, basierend auf ihrem Geschäfts- und Risikoprofil und ihrer Rolle in unserer Lieferkette. Die Bewertung kann Schritte zur Einschätzung der Risiken von Sklaverei und Menschenhandel umfassen. Die Maßnahmen zur Bewertung des Risikos von Sklaverei und Menschenhandel beinhalten in der Regel eine Aufforderung an die Lieferanten, einen Lieferantenfragebogen auszufüllen, in dem die Fähigkeiten der Lieferanten beschrieben werden und andere Informationen zum Gesamtmanagement des Lieferanten angefordert werden.

ITW berät die Lieferanten außerdem im Zusammenhang mit unseren Untersuchungen zum Herkunftsland von Konfliktmineralien, führt interne Untersuchungen im Hinblick auf das Risiko von Sklaverei und Menschenhandel unter Nutzung von Ressourcen der US-Regierung und von NGOs durch, beteiligt sich an Industriegruppen und engagiert sich in anderen Interessengruppen. Im Rahmen unseres Risikobewertungsprozesses für Lieferanten nutzen wir auch eine eigene Lieferkettenrisiko-Checkliste für Lieferanten, die uns bei der Ermittlung der Lieferanten mit den höchsten Risiken für Sklaverei und Menschenhandel unterstützt. Darüber hinaus verlangen wir, wie im Folgenden erläutert, Zertifizierungen von den Lieferanten mit dem höchsten Risiko.

Auditierungen.Vor der Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einem Lieferanten kann das ITW-Personal den Lieferanten vor Ort aufsuchen, um die allgemeine Leistungsfähigkeit des Lieferanten zu bestätigen und das Gesamtrisiko des Lieferanten zu bewerten. Darüber hinaus können nach Aufnahme der Geschäftsbeziehungen zu einem Lieferanten regelmäßig Lieferantenbesuche vor Ort durch ITW-Mitarbeiter durchgeführt werden. Obwohl der spezifische Zweck von Besuchen vor Ort in der Regel nicht darin besteht, das Risiko der Sklaverei und des Menschenhandels zu bewerten, wird die Einhaltung der Unternehmensstandards im Hinblick auf Sklaverei und Menschenhandel in den Lieferketten in die Gesamtbewertung der Lieferanten einbezogen. Wir sind der Ansicht, dass Lieferantenbesuche vor Ort durch ITW-Mitarbeiter missbräuchliche Arbeitsbedingungen verhindern.

Vertragsbedingungen.Einige unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen sehen vor, dass direkte Lieferanten alle geltenden Gesetze zur Bekämpfung von Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit einhalten müssen. Die Einkaufsbedingungen verpflichten direkte Lieferanten auch, unseren Lieferantenkodex einzuhalten.

Lieferantenzertifizierungen. Wir bewerten die von uns erworbenen Produkte anhand der vom US-Arbeitsministerium veröffentlichten Liste der durch Kinderarbeit oder Zwangsarbeit produzierten Waren für Länder und Branchen, die zur modernen Sklaverei neigen, um die Identifizierung von Lieferanten mit einem hohen Risiko zu unterstützen, die ITW möglicherweise nutzt. Auf der Grundlage dieser Bewertung schulen wir hinsichtlich unseres Lieferantenkodex insbesondere jene Lieferanten, bei denen ein potenziell hohes Risiko festgestellt wurde, und fordern sie auf, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie unseren Lieferantenkodex einschließlich seiner Bestimmungen zu Sklaverei und Menschenhandel zur Kenntnis genommen haben und einhalten werden. Wir haben die Bescheinigung der Einhaltung von 100 Prozent der Lieferanten erhalten, die ein potenziell hohes Risiko aufweisen.

Wir beabsichtigen, jährlich neue Bescheinigungen von allen Lieferanten mit potenziell hohem Risiko anzufordern. Darüber hinaus verlangen wir von wichtigen Lieferanten, die Produkte an uns verkaufen, die so genannte „Konfliktmineralien“ enthalten, eine Bescheinigung über die Herkunft der Mineralien, um zu ermitteln, ob derartige Mineralien zu Konflikten in Zentralafrika führen können. Diese Bescheinigungen sollen zum Teil dazu beitragen, das Risiko von Sklaverei, Menschenhandel, Kinderarbeit und anderen Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren und zu minimieren.

Beschwerdeverfahren. Das Unternehmen unterhält eine vertrauliche Whistleblower-Hotline, über die alle Mitarbeiter, Lieferanten und andere Dritte Compliance-Verstöße von Mitarbeitern, Lieferanten oder Auftragnehmern auch in Bezug auf Sklaverei und Menschenhandel melden können. Die Kontaktinformationen für unsere Helpline finden Sie unter http://www.itwhelpline.ethicspoint.com.

Interne Rechenschaftspflicht und Schulung

Compliance-Team. Auf Konzernebene gibt es ein Responsible Sourcing Committee, das regelmäßig zu Menschenrechten und anderen Themen im Zusammenhang mit verantwortungsvoller Beschaffung zusammentritt. Die Mitarbeiter unserer dezentralen Geschäftseinheiten sind ebenfalls in die Compliance-Bemühungen eingebunden und dafür verantwortlich, dass sie eine angemessene Beschaffung durchführen, einschließlich der Berücksichtigung der Risiken im Zusammenhang mit Menschenhandel in der Lieferkette.

Training und Wissensmanagement. Unser Personal des Beschaffungswesens ist hinsichtlich der allgemeinen Erwartungen an die Lieferanten geschult, einschließlich der Anforderung, ethisch und gemäß unserem Lieferantenkodex zu handeln. Darüber hinaus haben wir die Schulung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel verbessert und erweitert. Wir verlangen nun, dass im Wesentlichen alle Mitarbeiter des weltweiten Beschaffungswesens, alle weltweiten Mitarbeiter, die mit Lieferanten und Kunden an Aufträgen im Zusammenhang mit Konfliktmineralien zusammenarbeiten, und unser Responsible Sourcing Committee eine spezifische Schulung zur modernen Sklaverei durchlaufen, um ein Bewusstsein zu schaffen und Beispiele für bewährte Praktiken zu erarbeiten, insbesondere im Hinblick auf die Risikominderung innerhalb unserer Produktlieferketten. Außerdem sollen die Mitarbeiter des Beschaffungswesens in die Lage versetzt werden, Anzeichen von Sklaverei und Menschenhandel besser zu erkennen und zu handeln, um alle Lieferanten aus der Lieferkette zu entfernen, die nachweislich an derartigen Aktivitäten beteiligt sind. Darüber hinaus betreiben wir eine interne Website, die diese Schulung und zusätzliche Materialien zu diesem Thema umfasst.

Mitarbeiterzertifizierungen. Die Mitarbeiter sind verpflichtet, regelmäßig die Einhaltung der ITW-Verhaltensgrundsätze zu bestätigen. Darüber hinaus erfordert die oben erwähnte Schulung hinsichtlich moderner Sklaverei, dass die oben beschriebenen Mitarbeitergruppen regelmäßig eine Compliance-Zertifizierung absolvieren.

Weitere Informationen zu unserem Ansatz in Bezug auf die soziale Verantwortung von Unternehmen finden Sie in unserem Bericht zur sozialen Verantwortung von Unternehmen, der unter folgender Adresse abrufbar ist: https://www.itw.com/social-responsibility/.

Diese Erklärung wurde ausschließlich zum Zwecke der Einhaltung des UK Modern Slavery Act vom ITW Limited Board of Directors genehmigt und von einem Direktor dieser Einheit unterzeichnet.

Giles Hudson, Director
19. März 2019